INKONTINENZ / GRAD 1-2

AUTOR: JOHN LUDESCHER, FEBRUAR 2018

HAUSFRAU, 63 JAHRE

  • Stressinkontinenz seit 1 Jahr

Vom GynĂ€kologen zugewiesen mit der Diagnose Stressinkontinenz Grad 1-2 bitte um Beckenbodentraining.

Bei der Anamnese gab die Patientin an beim Bergabgehen oder Treppen runtergehen, ins Auto einsteigen und beim Niesen immer wieder, Tendenz zunehmend, ungewollt Harn zu verlieren. Auch nachts muss die Frau 2-3 x Aufstehen um zur Toilette zu gehen.

Das Blasenprotokoll bestĂ€tigte den Verdacht, dass es sich zusĂ€tzlich um eine Dranginkontinenz handelt. 12-14 x Urinieren pro Tag mit Mengen um die 200ml.

Nach einer Schulung des eigenstĂ€ndigen Beckenbodentrainings das die Frau tĂ€glich 2-3 x durchfĂŒhren soll, wurden auch die Aufschub Strategien erklĂ€rt, die der Blase wieder zu mehr Fassungsvermögen verhelfen sollen.

Bei uns bekam die Frau beim Magnetfeldtraining das Programm Mischinkontinenz eingestellt um die Durchblutung des Beckens und vor allem um eine gute KrĂ€ftigung des Beckenbodens zu erzielen. Auch das Bio-Feedback-Training wurde genutzt um die willkĂŒrliche Ansteuerung des Beckenbodens zu verbessern und sichtbar zu machen.

Die Patientin gab an, sogar Muskelkater verspĂŒrt zu haben.

Nach nur 4 Sitzungen, also schon beim 5. Besuch gab die Patientin an, nachts nicht mehr aufstehen zu mĂŒssen und beim Bergabgehen keinen ungewollten Harnverlust mehr zu haben! 

FRAUEN / CELLULITE & LIBIDO

AUTOR: ACHIM HILLEN, 2016

STEWARDESS

  • 2 Kinder
  • mĂ€ĂŸig sportlich

Der positive Effekt auf das Hautbild stellt sich schon leicht bei den ersten Patientinnen dar, jedoch nur als bedingter SekundĂ€reffekt. Erst als auch jĂŒngere Patientinnen nach Geburten das PelviPower-Training in Anspruch nahmen, wurde zunehmend von einem verbesserten Hautbild berichtet und mit einigen Versuchen mit „Vorher- / Nachher“-aufnahmen verglichen. Von Kolleginnen wurden sozusagen „Langzeitversuche“ gemacht und bestĂ€tigten das Ergebnis. Die Wirkung des Body-Forming wurde bei Frequenzen von 20 – 25 Hz erreicht und eine Verbesserung des Hautbildes mit höheren Frequenzen ab 35+ Hz. So ergab sich aus den eigenen WĂŒnschen der Trainingsziele ein Kombinationstraining, welche mit dem hyperĂ€misierenden Effekt des PelviPower beginnt und mit dem krĂ€ftigenden Teil endet um die Form zu halten.

Positive Effekte zeichnen sich nicht nur in der sichtbaren Silhouette am Becken und den Beinen ab, auch wird der Beckenboden intensiver ansteuerbar und sensitiver wahrgenommen. So berichteten einige Patientinnen von einer deutlicheren Luststeigerung beim Akt.

MÄNNER / EREKTILE DYSFUNKTION

AUTOR: ACHIM HILLEN, 2016

BEISPIEL 1: PROGRAMMIERER, 35 JAHRE

Kraftsportler (die letzten Wochen forciertes Training in der Beinpresse)

BEISPIEL 2: TAXIFAHRER, 37 JAHRE

kein Sport

Beide Patienten berichteten von Erektionsstörungen seit wenigen Wochen. Bei Beispiel 1 konnte keine Erektion erreicht werden, was auf einen hypertonen Beckenboden hinwies, bei Beispiel 2 konnte die Erektion nicht gehalten werden, als Reaktion eines hypotonen Beckenbodens. In beiden FÀllen wurde mit hohen Frequenzen gearbeitet um eine Tonus-Regulierung und eine Mehrdurchblutung des Bereichs zu erzielen.

Das Training wurde begonnen und schrittweise die IntensitĂ€t angepasst. Die Therapiegestaltung der Frequenzen bezog sich auf die gewĂŒnschten Therapieziele. Die hypertone Beckenbodenmuskulatur in Beispiel 1 wurde erst mit einer leichten Aktivierung in einem niedrigeren Frequenzbereich vorbereitet und danach sehr intensiv mit hohen Frequenzen detonisiert.

In Beispiel 2 wurde die Frequenzabfolge geĂ€ndert. Eine vorbereitende Gewebeaktivierung mit hohen Frequenzen löst erst fasziale Verklebungen der ImmobilitĂ€t und erst danach werden Frequenzen zwischen 20 – 25 Hz zur gezielt krĂ€ftigen Kontraktion appliziert.

Schon bei der 7. Trainingseinheit gab es, ebenfalls bei beiden, ein sehr positives Feedback im Bezug auf die eigentliche Problematik.

Auch zu erwĂ€hnen ist der Zustand der Beinmuskulatur, insbesondere verkĂŒrzter Adduktoren und ischiocruraler Muskulatur. Durch die sitzenden TĂ€tigkeiten der Patienten und fehlender Ausgleichsbewegung waren diese Partien stark verkĂŒrzt. Beim Erlernen der richtigen DehnĂŒbungen konnte das VerstĂ€ndnis fĂŒr das Zusammenspiel der Bein-, Becken- und Beckenbodenmuskulatur erklĂ€rt werden und wurde direkt von den Patienten umgesetzt, sei es in tĂ€glichen Übungen oder ein deutlich gesteigertes Augenmerk auf Dehnung im Sportbereich.

Die gute Übereinstimmung dieser Patienten setzte sich aus der Problematik und dem doch sehr raschen Trainingserfolg nach 3,5 Wochen zusammen.

Beispiel 1 nahm das Training noch ĂŒber einen 2. Trainingszeitraum in Anspruch, um so das Trainingsziel des Kraftsports noch steigern zu können, ohne weitere Beschwerden.

Bei dem Fallbeispiel 2 konnte das VerstĂ€ndnis fĂŒr tĂ€gliche DehnungsĂŒbungen und Ausgleichssport angeregt werden und wurde zumindest fĂŒr den Zeitraum des Trainings mit in den Tagesablauf integriert.

MÄNNER / PROSTATEKTOMIE

AUTOR: ACHIM HILLEN, 2016

SCHREINER, 68 JAHRE

  • Op ‚12 Prostatektomie mit Bestrahlung
  • sportlich
  • Problematik: nĂ€chtliches EinnĂ€ssen, tagsĂŒber das Tragen von Einlagen stark geminderte Libido

Der Patient kam 2 Jahre nach seiner Operation zum Training auf dem PelviPower. Zum Trainingsbeginn wurde ein Stechen beim Durchfahren des Beckenbodens angegeben, beim Trainieren der Beckenbodenwahrnehmung, jedoch mit beschriebener Behandlung bei der ersten Trainingseinheit, konnte das vernarbte bzw. verklebte Gewebe gelöst werden, ohne weitere Problematiken.

Der Patient kam sehr regelmĂ€ĂŸig in die Ordination, bemerkte schnell wieder eine Libidosteigerung und eine langsame Besserung tagsĂŒber. NĂ€chtliches Aufstehen verringerte sich von 4-5 Mal auf maximal 2 Mal pro Nacht. Durch langes und intensives Training konnte ein akzeptabler Zustand erreicht werden und die Motivation des Patienten zur Nachbehandlung war gegeben. Je nach aktuellem Status konnte das Training teils auch nur wöchentlich stattfinden. WĂ€hrend des Trainings konnten 2 RĂŒckschlĂ€ge verzeichnet werden. Einmal bei einer ĂŒbermĂ€ĂŸigen Wanderung, das andere Mal bei der Einwinterung des Gartens bei sehr kĂŒhlen Temperaturen. Die Überlastung der körperlichen Anstrengung beim Wandern konnte binnen 10 Tagen wiederhergestellt werden, jedoch das Arbeiten in zu kalter Umgebung bewirkte eine lĂ€ngere symptomatische Periode. Hier kam auch ein ausgeprĂ€gter grippaler Infekt ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinzu, welcher sich ungĂŒnstig auf den Trainingsverlauf auswirkte. Nach komplettem Ausheilen des grippalen Infekts und der Wiederaufnahme des Trainings konnte jedoch die ursprĂŒngliche Verbesserung wiederhergestellt werden.

SPORT / PROPHYLAXE

AUTOR: ACHIM HILLEN, 2016

HAUSFRAU, 46 JAHRE

  • 3 Kinder
  • Seit 2 Jahren angehende Inkontinenzbeschwerden bei sportlicher BetĂ€tigung, Heben, Niesen, Tennis, Ski

Schon bei den ersten Behandlungen kam es zu einer deutlich besseren Sensibilisierung des Bereiches, die IntensitĂ€ten konnten sehr schnell gesteigert werden und es gab auch keinerlei Anzeichen einer Überlastung. Das Training verlief gut und die Terminierung wurde vorbildlich von der Patientin eingehalten. Jedoch erkannte die Patientin die Besserung im Alltag erst durch das AbschlussgesprĂ€ch mit dem Therapeuten, dass eine deutliche Besserung der letzten 2 Wochen eintrat, da bei sportlicher BetĂ€tigung, gerade beim Tennis, kein Abgang des Urins mehr vorhanden war.

Diese Art des Erfolgs ist fĂŒr das Training mit dem PelviPower ĂŒblich. In einigen wenigen FĂ€llen wird eine deutliche Verbesserung von Training zu Training angegeben. Die Problematik schleicht sich langsam wieder aus dem Leben des Patienten aus und lĂ€sst nach und nach ein sicheres GefĂŒhl zu wie auch ein Wiederaufleben sozialer Kontakte. Um diese VerĂ€nderungen sichtbar zu machen, sollte sich der Therapeut im EingangsgesprĂ€ch Notizen machen. Auch eigene Randnotizen zu jedem Training geben eine gute Übersicht ĂŒber den bisherigen Trainingsverlauf und erleichtern Übergaben zwischen Therapeuten und Ärzten.

JUNGE MÜTTER / POSTNATAL

AUTOR: ACHIM HILLEN, 2016

KAUFMÄNNISCHE ANGESTELLTE, 28 JAHRE

  • 2 Monate nach Geburt
  • Dammriss II
  • unsportlich

Direkt nach der Geburt stellten sich durch den Dammriss und die Verletzungen beim Geburtsvorgang, Inkontinenzbeschwerden ein.

Durch erstes Erlernen der RĂŒckbildungsgymnastik konnte ein VerstĂ€ndnis fĂŒr den Beckenboden geschult werden, jedoch war die AusfĂŒhrung eher unsicher und unregelmĂ€ĂŸig. Beim Trainingsbeginn gab die Patientin noch leichte Inkontinenzproblematiken an, wie beim Heben und Tragen des Kindes. Die aktive Gymnastik wurde kaum mehr ausgefĂŒhrt, da sich die Inkontinenzprobleme bis zu einem gewissen Grad selbstĂ€ndig erholten, jetzt jedoch der Heilungsverlauf stagnierte. Die Ermittlung der Spulenposition zeigte mehrere Schmerzstellen im Beckenboden auf. Hier wurde die Spule neben der Schmerzstelle positioniert, die Frequenz erhöht und einige Zeit gewartet bis die Patientin ein schmerzfreies GefĂŒhl angab. Die Schmerzen wurden einmal im sakralen Bereich angegeben, einmal deutlich weiter ventral im vaginalen Bereich.

Nach dem Lösen der Schmerzstellen konnte die Spulenposition normal ermittelt und notiert werden. Weitere Behandlungen blieben schmerzfrei. Die Wahrnehmung des Beckenbodens und die Kontraktionsmöglichkeiten erlernte die Patientin binnen der ersten 2-3 Sitzungen und konnte die RĂŒckbildungsgymnastik nach eigenen Angaben deutlich gezielter ausfĂŒhren. Die ersten Trainingserfolge stellten sich nach der 3. Behandlung ein, bei der 8. Behandlung war die Patientin nahezu beschwerdefrei.

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